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Beitrag von Kapitänleutnant Fabio Nilgen.

Interessanter Beitrag auf LinkedIn (https://www.linkedin.com/posts/fabionilgen_fittofight-kriegstaeschtigkeit-bundeswehr-activity-7153310053096202241-GNAA?utm_source=share&utm_medium=member_desktop) von Kapitänleutnant Fabio Nilgen.

Friedrich der Große gab einem Offizier zu verstehen: „Wer sich verweichlicht, leidet am meisten.“

Passend dazu gab es ein Interview mit Prof. Sönke Neitzel im Spiegel-Magazin 1/2024: „ Unter den 180.000 Bundeswehrsoldaten gibt es viele, die zum Sachbearbeiter taugen, aber nicht zum Kampf“.

Der Alte Fritz hatte recht. Wenn man sich körperlich vernachlässigt, keine Härte gegen sich und keine Disziplin aufbringt, wird man wahrscheinlich auch geistig träge, nachgiebig und lustlos. Um (Führungs)aufgaben erfolgreich zu bewältigen, ist es unerlässlich, körperlich robust zu sein. Die Fähigkeit, Probleme und Chancen zu identifizieren, zu analysieren und eine Vorgehensweise zu entwickeln allein bringt nichts, wenn man nicht über genügend körperliche Energie verfügt, um sie umzusetzen. Vorgesetzte sollten diese Energie vorleben und nicht nur von ihren Untergebenen verlangen, sonst verlieren sie an Glaubwürdigkeit.

Die aktuelle Weltlage erfordert eine kriegstüchtige Bundeswehr und Reserve. Wir Reservisten müssen nicht die knallharten Infanteristen oder Top-Athleten sein. Doch wir alle besitzen die grundlegende Eignung zum Kampf, welche es zu erhalten(!) und nicht nur einmal pro Jahr abzulegen gilt. Stichworte: Freizeitsport und Individuelle Grundfertigkeiten.

Kriegstüchtigkeit beginnt vor allem bei einem selbst und erfordert nicht nur die Schärfung des Geistes, sondern auch körperliche Ertüchtigung. Sie befähigt zu Ausdauer, Zähigkeit und Widerstandsvermögen. Gleichzeitig fördert sie die dynamischen Qualitäten eines Menschen wie Selbstvertrauen, Energie, Initiative und sicheres Auftreten. Sport ist weder eine Option noch eine Last im Militär, sie ist Pflicht und Erfordernis.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Lage, sollte die persönliche Fitness daher erst recht nicht zur Disposition stehen. Es ist gut, wichtig und richtig bei der Kriegstüchtigkeit strategisch zu denken, aber vergessen wir nicht, dass all das am Ende im Kleinen beginnt: nämlich bei den einzelnen Männern und Frauen, die letztlich im Kampf bestehen müssen – auf See, an Land, in der Luft.

Wir halten uns weiter fit – auch bei vollem Terminkalender, Schnee, Glätte und mit Tempo. Hurra!